[10.02.2009]

Blitzumfrage: Handwerksbetriebe stöhnen unter höheren Sicherheitsanforderungen für Kredite

Die Kreditversorgung des Handwerks in Deutschland ist weiterhin gewährleistet. Das berichtet der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin. Dennoch bekommen die Handwerksbetriebe die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren, so das Ergebnis einer Blitzumfrage bei den Betriebsberatern der Handwerkskammern und Verbände im Februar 2009. Dazu erklärt Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär des ZDH:

O-Ton zum Herunterladen

audio/x-mpeg Schleyer zu Blitzumfrage 
(mp3 | 804.4 KB)

„Es gibt noch keine Kreditklemme, aber die Anforderungen der Kreditinstitute an die Sicherheiten für Kredite steigen. So wollen die Banken die höheren Ausfallrisiken auffangen. Doch die Eigenkapitaldecke der meisten Handwerksbetriebe ist knapp. Gerade in Krisenzeiten müssen sie aber liquide bleiben. Sie brauchen genügend Betriebsmittel für die Vorfinanzierung des nächsten Auftrags, sie müssen mit Investitionen ihre Wettbewerbsposition stärken und sie müssen Durststrecken aufgrund der schlechteren Zahlungsmoral überstehen. Die Nachfrage nach Bürgschaften und den Angeboten des Sonderprogramms der KfW steigt. Das Handwerk fordert die Bundesregierung daher auf, das Bürgschaftsinstrumentarium zu stärken und der Forderung der Bürgschaftsbanken nach Stärkung ihrer Eigenkapitalbasis nachzukommen.“  

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