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Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege, Hessen

Für die vorbildliche Erhaltung eines historisch wichtigen Bauensembles in Johannisberg hat Heinz-Philipp Schönwetter den diesjährigen Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege, Hessen, erhalten. Bei größtmöglicher Bewahrung der originalen Substanz wurde das ehemalige Kelterhaus zu einem Wohnhaus umgebaut. Mit großem Respekt vor dem Bestand wurde das Bauwerk repariert und – nur wo notwendig - statisch und wärmetechnisch ertüchtigt. In guter Zusammenarbeit von Eigentümer, Architekt und Handwerkern gelang dabei die Erhaltung eines typischen Winzerbaus für eine zeitgemäße Nutzung.

Der zweite Preis ging an Familie Braun. Sie hat sich des ehemaligen Forsthauses in Morschen angenommen und dieses sowohl restauriert, als auch unter zeitgenössischen Aspekten einfühlsam ergänzt. Mit einem hohen Qualitätsanspruch ist eine Umnutzung gelungen, die dem historischen Ensemble in jeder Hinsicht gerecht wird. Als bewährtes Team in der Denkmalpflege haben Eigentümer, Architekt und Handwerker vorbildliche Ergebnisse gebracht. Sinnvolle und sensible Bauteillösungen sowie die behutsame Einfügung moderner Haustechnik führen hier zu einer an den historischen Bestand angepasste zeitgemäße Nutzung.  

Für die unspektakuläre Wiederherstellung eines wichtigen Wohnbaus aus den 60er Jahren in Mörfelden-Walldorf werden Sabine und Hilmer Goedeking schließlich mit dem dritten Preis ausgezeichnet. Selber Architekten haben sie einen Bau von Robert Neutra in selbstverständlicher und durchdachter Weise wiederhergestellt. Durch das Aufnehmen der Denkweise des Vorgängerarchitekten wird besonders deutlich, dass gerade auch die Bauten der Moderne bis ins Detail beste handwerkliche Leistungen fordern.  

Der "Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege" wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks verliehen. Der Preis wird jährlich in zwei Bundesländern ausgelobt und ist jeweils mit 15.000 Euro dotiert. Im Jahr 2006 wurde er neben Hessen auch in Sachsen verliehen.

Bewerben können sich private Bauherren, die in den vergangenen fünf Jahren denkmalgeschützte Objekte von Handwerksbetrieben restaurieren ließen. Vorschläge für den Preis können von Bauherren, Handwerkern, Architekten und Denkmalpflegern eingereicht werden. Für 2007 sind die Bundesländer Thüringen und Bayern vorgesehen.  

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