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Normen und Normung im Handwerk
Normen und Normung im Handwerk
"Wer die Normen hat, hat auch die Märkte", deshalb ist besonders wichtig, dass sich das Handwerk möglichst breit an der Normungsarbeit beteiligt. Welche Angebote und Leistungen für Handwerksunternehmen bereitgestellt werden, um den Zugang zu Normen und die Mitarbeit an der Normung zu erleichtern, entnehmen Sie bitte der nachfolgenden Übersicht.
ZUGANG ZU NORMEN
Normenauslegestellen
In der Bundesrepublik gibt es mehr als 80 Normenauslegestellen. Diese sind mehrheitlich bei Universitäten und Fachhochschulen angesiedelt. Hier haben Handwerksunternehmen die Möglichkeit der kostenfreien Einsichtnahme in Normen.
DIN-Taschenbücher
Nach Fach- und Anwendungsgebieten sortiert, bieten die rund 200 DIN-Taschenbücher dem Normenanwender eine preisgünstige Alternative zum Einzel-Normenkauf. Die Taschenbücher beinhalten meist recht umfangreiche Normensammlungen für einzelne Branchen ( www.din.de).
Normen-Portale
Handwerksunternehmen, die Mitglied einer Innung sind, haben die Möglichkeit, auf spezielle Normensammlungen ihrer Fachverbände zuzugreifen. So verfügen der Bundesverband Metall, Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Zentralverband der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke über ein eigenes Normenportal. Auch andere Fachverbände bieten günstige Bezugsmöglichkeiten.
Beratungsstelle für Technische Regeln
http://www.din.de/Die Koordinierungsstelle für Normung im Handwerk im Heinz-Piest-Institut, Hannover, nimmt kontinuierlich die Tätigkeit als Informations-, Beratungs- und Koordinierungsstelle im Bereich der technischen Regeln für das Handwerk als Partner des DIN wahr.
Folgende Leistungen werden angeboten:
- Informationen über neue Normenentwürfe
- Recherche wichtiger Normenliteratur für das Handwerk
- Nutzung der DIN-Auslegestelle an der Universität Hannover für das Handwerk
- Verbindungsstelle des Handwerks in technischen und organisatorischen Normungsfragen für das DIN
- Hilfestellung bei der Erstellung von technischen Regeln und Normen
- Konzeption von Schulungsangeboten im Umgang mit Normen und Normung
MITWIRKUNG AN DER NORMUNG
Normen-Entwurfsportal
Um einer breiten Fachöffentlichkeit die Mitwirkung an der Normung zu erleichtern, hat das DIN ein Normen-Entwurfsportal eingerichtet. Seit 2009 haben Unternehmer und Experten die Möglichkeit, Normenentwürfe direkt online zu kommentieren. Damit entfällt der kostenpflichtige Bezug des Normenentwurfs ( www.din.de /Rubrik: Normen) erarbeiten.
Normungs-Gremien
Jedes Unternehmen hat die Möglichkeit, an der Normenerstellung mitzuwirken. Dazu muss es kein Mitglied im DIN werden. Interessierte Unternehmen haben sich jedoch aktiv an der Erarbeitung einer Norm zu beteiligen. Kosten resultieren dann aus der Gremienmitarbeit (s. DIN: Finanzierung der Normungsarbeit).
Kommission Mittelstand
Die Kommission Mittelstand (KOMMIT) ist der direkte Ansprechpartner für den Mittelstand in allen Fragen der Normung. Die KOMMIT zeichnet sich verantwortlich für die Entgegennahme, Prüfung und Weiterleitung von Kritik an Normenausschüsse und versteht sich als Mittler zwischen Anwendern und den Normenausschüssen. Der ZDH ist Mitglied der KOMMIT.
ANWENDUNG VON NORMEN
Informationsveranstaltungen und Schulungen
Die Handwerksorganisationen (Kammern, Fachverbände) bieten regelmäßig Schulungen zum richtigen Umgang mit Normen an (z.B. Schweißtechnik, Qualitätsmanagement, Arbeitsschutz etc.).
Fachzeitschriften
Eine Vielzahl branchenbezogener Fachzeitschriften im Handwerk erläutern in regelmäßig erscheinenden Beiträgen Herausforderung und Probleme des richtigen Umgangs mit Normen. Darüber hinaus erteilten die "Informationsstellen" der Fachverbände Auskunft über branchenspezifische Normungsfragen.
Neue Angebote des DIN für Handwerksunternehmen
Gemeinsam mit anderen Verbänden hat der ZDH in Kooperation mit dem DIN neue und erweiterte Angebote zum Normenerwerb und zur frühzeitigen Informationsbeschaffung über neue Normenentwürfe entwickelt und bereitgestellt. Einen Überblick finden Sie hier:


