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Handwerk als immaterielles Kulturerbe

Seit 2007 bemüht sich der ZDH darum, die Bundesregierung zu einer Zeich­nung der UNESCO-Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes (IKE) von 2003 zu bewegen. Durch die Zeichnung der Konvention würde sich die Bundes­regierung verpflichten, ein nationales Inventar des IKE anzulegen und die not­wendigen Maßnahmen zur Förderung des IKE zu ergreifen.

Als erstes und wichtigstes Projekt in Deutschland will der ZDH das Handwerk präsentieren, das in seinen ver­schiedenen Aspekten einen wesentlichen Teil des deutschen Kulturerbes aus­macht. Das deutsche Handwerk im Ganzen – in seiner dynamischen Wandlungsfähigkeit und Modernität - zur bewahrenswerten "Aus­drucksform" und zum Kulturerbe zu erheben, ist für die UNESCO ein innovativer Ansatz.

Für das Handwerk selbst bietet die Initiative vielfältige Möglichkeiten, mit kulturel­len Fragestellungen nach innen wie nach außen hin zu wirken. Sie stellt eine ein­zigartige Chance dar, das Selbstverständnis des Handwerks der Gesellschaft zu vermitteln. Eine Listung als UNESCO-Kulturerbe wird dazu beitragen, dass das Handwerk als zentrales kulturelles Gemeingut der deutschen Gesellschaft begrif­fen wird.

Im April 2008 hat der ZDH hierzu einen Workshop mit maßgeblichen Vertretern der Bundesregierung, der deutschen UNESCO-Kommission und mit führenden Vertretern des Handwerks in Dämeritz bei Köpenick veranstaltet. Regierung und UNESCO-Vertreter zeigten sich dem innovativen, ganzheitlichen Ansatz des Handwerks gegenüber sehr aufgeschlossen.

Die Planungsgruppe "Kultur" befasst sich damit, das Projekt als Initiative des Handwerks weiter voranzutreiben. Im September 2008 hat sie ein Grundlagenpa­pier erarbeitet, das Sonderstellung des Handwerks als kulturellem System in elf Aspekten darstellt.

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