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Schweiz verdoppelt Kapazität der Solaranlagen
Die Schweiz will den Anteil der erneuerbaren Energien ohne Wasserkraft am Gesamtstromverbrauch bis 2030 auf 5.400 Gigawattstunden (GWh) erhöhen. Dieses Vorhaben führte in den vergangenen zwei Jahren zu einer Verdopplung der Photovoltaikanlagen, aber auch Biomasse- und Windkraftanlagen gewinnen an Bedeutung. Zurzeit werden fast 60 % des Gesamtstrombedarfs aus Wasserkraft gewonnen. Auf erneuerbare Energien (ohne Wasserkraft) entfallen 2 %, 40 % liefern fünf Kernkraftwerke.
Um die künftige Energieversorgung sicherzustellen und die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten zu reduzieren, hat die Schweiz bereits 1990 das Programm „Initiative EnergieSchweiz“ aufgelegt. So wurden im letzten Jahr 1.810 Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in Betrieb genommen. Die Anzahl der Photovoltaikanlagen hat sich seit 2007 um 3.100 auf 5.775 erhöht.
Für deutsche Lieferanten von Anlagen und Komponenten zur Elektrizitätserzeugung aus Sonnen- und Windenergie ergeben sich gute Geschäftsmöglichkeiten. Bis 2030 beabsichtigt die Schweiz den Anteil des aus erneuerbaren Energien produzierten Stroms auf 10 % des aktuellen Stromverbrauchs zu erhöhen. Für die Förderung von Wasserkraft-, Photovoltaik-, Windenergie- und Geothermie sowie Anlagen zur Energiegewinnung aus Biomasse stehen jährlich rd. 165 Mio. EUR zur Verfügung, die aus einem Zuschlag zum Strompreis (Kostendeckende Einspeisevergütung) finanziert werden.
Weitere Informationen sind erhältlich beim Schweizer Bundesamt für Energie: http://www.bfe.admin.ch.
Quelle: Märkte der Welt Nr. 33, 19.08.2010

