Inhalt

Medizintechnik: Starke Zuwächse in Asien

Die Ausfuhren deutscher Hersteller von Medizintechnik nach Asien nahmen im vergangenen Jahr um rund 8 % zu. Für das laufende Jahr wird ein Wachstum in Höhe von 6 % erwartet. Gute Chancen bieten sich deutschen Herstellern vor allem in Zentralasien. So führt Kirgisistan mehrere Projekte im Gesundheitswesen zur Verbesserung der Ausstattung medizinischer Einrichtungen in zweistelliger Millionen-EUR-Höhe durch, Usbekistan plant die Erneuerung der medizinischen Ausrüstung in Krankenhäusern. In diesen Ländern ist das Interesse an deutscher Medizintechnik besonders groß.  

In Zentralasien gibt es keine gesetzliche oder private Krankenversicherung, die medizinische Versorgung wird vom Staat übernommen. In Kasachstan garantiert der Staat seinen Bürgern eine kostenlose medizinische Versorgung. Die Krankenhäuser werden zentral vom Gesundheitsministerium verwaltet, das auch über Neuanschaffungen medizinischer Geräte entscheidet.  

Im Vergleich zu Europa, wo rund 10 % des BIP für Gesundheit ausgegeben werden, sind die Aufwendungen in Kasachstan mit 3,7 % des BIP niedrig. Die Defizite in der medizinischen Versorgung zeigen sich vor allem in einer hohen Säuglingssterblichkeit und fehlender Versorgung der Landbevölkerung.  

Deutsche Hersteller von Medizintechnik haben gute Geschäftsmöglichkeiten auf dem kasachischen Markt. Im Jahr 2009 lag der Wert der Importe aus Deutschland bei 33 Mio. EUR. Die größte Nachfrage nach Medizintechnik besteht in den Bereichen Diagnostik, medizinische Laser, Endoskopie und Elektromedizin.  

Weitere Auskünfte:
Delegation der Deutschen Wirtschaft für Zentralasien
Kurmangasy Str. 84 A
480072 Almaty, Kasachstan
Tel.: + 7 / 7272 67 41 41
E-Mail:  almaty(at)ahk-za.com
 http://zentralasien.ahk.de

Quelle: NfA Nr. 86,. 05.05.2010


Service

Seite drucken
Seite empfehlen
Schriftgröße verkleinern
Schriftgröße vergrößern
RSS Feed
Get Adobe Flash Player