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Konjunkturentwicklung in Mittel- und Osteuropa stabilisiert
Im vergangenen Jahr wurden rund 16 % der deutschen Aus- und Einfuhren mit den mittel- und osteuropäischen Beitrittsländern sowie den übrigen Ländern des westlichen Balkan und der ehemaligen Sowjetunion abgewickelt. Damit ist die Region für den deutschen Export fast so wichtig wie die beiden größten Handelspartner Frankreich und die USA, wohin knapp 17 % der deutschen Exporte gehen.
Wie eine kürzlich von den deutschen Auslandshandelskammern unter rund 1000 deutschen Unternehmen in 15 Ländern Mittel- und Osteuropas durchgeführte Wirtschaftsumfrage belegt, sind aufgrund der Verflechtungen zwischen Deutschland und den MOE-Ländern deutsche Unternehmen vor Ort von den negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise besonders betroffen. Vor allem die nachlassende Binnennachfrage hat Umsätze und Gewinne deutscher Unternehmen im vergangenen Jahr um durchschnittlich 30 % reduziert. Die mittel- und osteuropäischen Länder sind von der Wirtschaftskrise stärker betroffen als die westlichen Industrieländer, weshalb etwa 70 % der Unternehmen für 2010 mit Stagnation oder nur moderatem BIP-Wachstum in der Region rechnen.
Die Ergebnisse der Umfrage sind abrufbar unter:
www.ahk-balt.org
Quelle: Pressemitteilung der Deutsch-Baltischen AHK Juni 2010

