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Belgien: Medizinische Hilfsmittel gefragt
Belgien verfügt über ein gutes Gesundheitssystem, jedoch gibt es Nachholbedarf bei medizinischen Hilfsmitteln. Durch die steigende Lebenserwartung und Überalterung der Gesellschaft benötigen immer mehr Menschen medizinische Leistungen und technische Geräte. Im Jahr 2015 werden etwa 19 % der belgischen Bevölkerung älter als 65 Jahre sein. Für Hersteller von Orthopädie-Produkten bieten sich im Bereich Rehabilitation und häusliche Pflege gute Geschäftschancen.
Der Trend in der medizinischen Versorgung in Belgien geht von der Behandlung in Kliniken hin zur privaten oder Heimpflege. In diesem Bereich gibt es Nachholbedarf bei speziellen medizinischen Hilfsmitteln wie z. B. Prothesen, Implantaten, künstlichen Gelenken und Mobilitätshilfen sowie Reha- und häusliche Pflegeprodukten.
Die inländische Produktion von Medizintechnik deckt 20 - 30 % des Marktes ab. Medizinische Hilfsmittel werden in Belgien von ca. 100 kleinen und mittleren Unternehmen gefertigt. Die Importe deutscher Medizintechnik und Hilfsmittel lagen 2008 mit 261 Mio. Euro 11 % über dem Vorjahresniveau.
Die Geschäftschancen für deutsche Lieferanten können durch Kooperationen mit belgischen Unternehmen verbessert werden. Der Vertrieb medizintechnischer Produkte in die belgischen Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel sollte regional differenziert in den Landessprachen Niederländisch, Französisch und auch in Deutsch erfolgen.
Kontakt:
· Ministerium für Gesundheit der Zentralregierung
http://www-health.fgov.be
· Zentrale Genehmigungs- und Registrierungsbehörde
http://www.fagg-afmps.be
· Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer
Bolwerklaan 21, B-1210 Brüssel
Tel: +32 / 2 203 50 40
E-Mail: ahk@debelux.org
Quelle: NfA Nr. 77 vom 22.04.2009

