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Zollsystem ATLAS hemmt Export

Deutsche Exporteure müssen ihre Ausfuhren in Länder außerhalb der EU seit Juli 2009 mit Hilfe des elektronischen Zollsystems ATLAS elektronisch beim Zoll anmelden. Wie eine aktuelle bundesweite Umfrage der IHK Region Stuttgart zeigt, führt ATLAS (Automatisiertes Tarif- und Lokales Zoll-Abwicklungs-System aufgrund fehlender Informationen zum Verfahrensablauf und Schwierigkeiten bei der Datenbeschaffung immer wieder zu Lieferverzögerungen und zur Verteuerung des Zollverfahrens.

Zwei Drittel der Unternehmen haben die für alle Exportvorgänge vorgeschriebene elektronische Ausgangsbestätigung nicht vom zuständigen Zollamt erhalten und mussten Alternativbelege beschaffen. Andernfalls hätte die Umsatzsteuer, die bei Exporten normalerweise entfällt, nachgezahlt werden müssen, was die Liquidität der Unternehmen unnötig belastet.

Darüber hinaus geben 80 % der Betriebe an, dass es Schwierigkeiten bei der Bereitstellung der für die Anmeldung über ATLAS erforderlichen Daten gibt. Das Hauptproblem sind fehlende Informationen zur Vorgehensweise sowie unverständliche Fehlermeldungen. Folge dieser Schwierigkeiten sind Verzögerungen beim Versand und damit verbundene logistische Probleme.

Dennoch sind die meisten der 2000 befragten Betriebe überzeugt, dass ATLAS die Zollabwicklung erleichtert und die damit verbundenen Prozesse beschleunigt.

Quelle: NfA Nr. 238 vom 9. Dezember 2009

 


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