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Ergebnisse der Statistik der Einstiegsqualifizierungen zum Stichtag 31. Dezember 2004
Erstmalig kann seit dem 1. Oktober 2004 nach dem Sonderprogramm der Bundesregierung die Einstiegsqualifizierung von Jugendlichen gefördert werden. Die Statistik für den Zeitraum 1.10.2004 bis 31.12.2004 wird ausgewertet.
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2004 ist die Richtlinie zur Durchführung des Sonderprogramms Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ-Programm-Richtlinie – EQJR – vom 28.07.2004) in Kraft getreten. Mit diesem betrieblichen Instrument sollte Jugendlichen mit eingeschränkten Vermittlungschancen die Möglichkeit eingeräumt werden in den Betrieben zu beweisen, dass mehr in ihnen steckt. Im Ergebnis erhöhen sich die realistischen Chancen auf einen anschließenden Ausbildungsplatz.
Im Rahmen des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland konnte das Handwerk mehr als 7.000 EQJ-Plätze zur Verfügung stellen. Im Zeitraum 1. Oktober bis 31. Dezember wurden im Handwerk insgesamt 2.440 Verträge zur Einstiegsqualifizierung abgeschlossen. Darunter 722 Verträge mit weiblichen Teilnehmerinnen. Dies entspricht einem Anteil von 30,5 Prozent. 58,3 Prozent der Teilnehmer sind über 18 Jahre - dies weist auf einen hohen Anteil von Personen hin, die zwischen Verlassen der Schule und Beginn der EQJ andere Maßnahmen durchlaufen haben.
Der Anteil der ausländischen Jugendlichen beträgt 8,5 Prozent und liegt damit höher als im Lehrlingsbestand (2004 - 5,3 Prozent). Regional betrachtet wurden ca. ein Drittel der Verträge in den neuen Bundesländern abgeschlossen. Das entspricht im Vergleich in etwa dem Anteil der Lehrlingsausbildung im Handwerk. Vergleicht man die regionale Verteilung der abgeschlossenen EQJ-Verträge mit der Regionalverteilung im Lehrlingsbestand, so zeichnen sich die Bundesländer Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen mit höheren Anteilen ab. Bundesländer mit noch offenen Lehrstellen, wie z. B. Baden-Württemberg und Bayern oder mit einer ausgewogenen Ausbildungsmarktbilanz wie Schleswig-Holstein treten weniger in Erscheinung.
Von 90,7 Prozent der Betriebe wurde der als monatliche Vergütung der über die örtlichen Arbeitsagenturen geförderte Betrag von 192 € gezahlt. Nur 2,5 Prozent der Jugendlichen erhielten weniger, dagegen 6,5 Prozent der Jugendlichen mehr als 192 €. In den Berufen Friseur und Anlagenmechaniker für SHK-Technik wurde am häufigsten ein Betrag unter 192 € gezahlt. Doch in fast gleichen Anteilen auch genauso häufig ein Betrag darüber.
Die vom ZDH und der ZWH entwickelten bundeseinheitlichen Qualifizierungsbausteine finden eine hohe Akzeptanz. 2.106 der insgesamt 2.440 EQJ-Verträge wurden in diesen Zielberufen abgeschlossen. Dabei wurde zu 85 Prozent auf bundeseinheitliche und zu 15 Prozent auf individuell entwickelte Qualifizierungsbausteine zurückgegriffen.
Außerhalb der 17 Zielberufe mit bundeseinheitlichen Qualifizierungsbausteinen gab es eine nennenswerte Zahl von EQJ-Verträgen lediglich für die Zielberufe Fahrzeuglackierer/in (43 Verträge), Maler- und Lackierer/in (37 Verträge), Raumausstatter/in (27 Verträge), Fliesen-, Platten- und Mosaikleger/in (19 Verträge), Kosmetiker/in (16 Verträge), Zahntechniker/in (14 Verträge), Informationselektroniker/in (12 Verträge) und Konditor/in (10 Verträge). Auch für die Einstiegsqualifizierung in diesen Berufen wurden i.d.R. Qualifizierungsbausteine eingesetzt. In einigen Fällen orientierten sich die Betriebe dabei an den Ausbildungsordnungen und markierten diejenigen Inhalte, die sie als Bausteine vermitteln möchten. Mehrheitlich waren es aber die Fachverbände und Innungen, die kurzfristig Qualifizierungsbausteine zusammenstellten - oft mit Hilfe der ZWH. Geplant ist, sukzessiv auch für diese Berufe bundeseinheitliche Qualifizierungsbausteine zu entwickeln. (s. Anlage)
Pro Teilnehmer/in werden im Durchschnitt knapp vier Bausteine mit einer Gesamtdauer von 8,2 Monaten absolviert.
Die zehn beliebtesten Zielberufe zur Einstiegsqualifzierung sind Friseur, Kraftfahrzeugmechatroniker, Tischler, Metallbauer, Elektroniker, Anlagenmechaniker für SHK-Technik und Bäcker. Dies entspricht im Großen und Ganzen der Verteilung der bevorzugten Ausbildungsberufe im Handwerk.
Die zehn beliebtesten Zielberufe zur Einstiegsqualifzierung sind Friseur, Kraftfahrzeugmechatroniker, Tischler, Metallbauer, Elektroniker, Anlagenmechaniker für SHK-Technik und Bäcker. Dies entspricht im Großen und Ganzen der Verteilung der bevorzugten Ausbildungsberufe im Handwerk.
Die Statistiken im Detail finden Sie demnächst auf unseren Internetseiten im öffentlichen Bereich.
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