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Montreal 1999
29. November 1999 - Deutsches Handwerk sammelt Goldmedallien auf der 35. Internationalen Berufsweltmeisterschaft
Deutsche Handwerkerinnen und Handwerker haben auf der 35. Internationalen Berufsolympiade vom 11. bis 14. November 1999 im kanadischen Montreal bewiesen, dass sie weltweit zu den besten ihres Berufsstandes gehören. Die 31-köpfige deutsche Mannschaft aus Handwerk, Handel und Industrie holte sich in dem Teilnehmerfeld von 600 jungen Kandidaten aus über 30 Ländern zwei Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen sowie acht Diplome für besondere Leistungen. Insgesamt errangen sie 17 Auszeichnungen in 29 Berufen.
Deutsche Steinmetzin wird "Beste Frau in einem typischen Männerberuf"
Besonders die jungen Handwerkerinnen aus Deutschland konnten sich im internationalen Vergleich profilieren: Drei der fünf deutschen Teilnehmerinnen standen am 17. November 1999 mit einer goldenen und zwei bronzenen Medaillen auf dem Siegertreppchen.
Das überaus erfolgreiche Abschneiden der deutschen Handwerkerinnen und Handwerker sei nicht zuletzt Ausdruck der soliden Ausbildung in diesem Wirtschaftszweig. Goldmedaillen für das deutsche Handwerk holten die Konditorin Andrea Huber aus München und der Fliesenleger Ralph Lutze aus Berlin. Silber nahmen in Empfang der Maurer Sebastian Dorsch aus Pasewalk, der Maler und Lackierer Martin Eberst aus Schwäbisch-Hall und der Bautischler Sebastian Wenderoth aus Wabern-Niedermöllrich. Die bronzenen Medaillen gingen an die Herrenfriseurin Nadine Fischer aus Nüdlingen und den Möbeltischler Norbert Merk aus Gnotzheim sowie an die Steinmetzin Stephanie Prassler aus Crailsheim, die zudem von der Jury auch mit dem Sonderpreis "Beste Frau in einem typischen Männerberuf" geehrt wurde.
Bundeskanzler Gerhard Schröder empfängt die deutschen Wettbewerber am 10. Februar 2000 in Berlin. Die nächste internationale Berufsweltmeisterschaft findet 2001 in Seoul statt.
Die Internationale Berufsolympiade führt die junge Berufselite aus Handwerk, Handel und Industrie alle zwei Jahre zusammen, um die Entwicklungen in den einzelnen Berufen und neue Technologien vorzustellen sowie Erfahrungen unter Berufsexperten auszutauschen.

