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Junge Handwerker wollen internationale "Super-Stars" in ihrem Beruf werden

Berufsweltmeisterschaft beginnt am 19. Juni in St. Gallen (Schweiz)    
 
"Superstars" gibt es auch im Beruf - und junge deutsche Handwerkerinnen und Handwerker zählen dazu. Bei der 37. Internationalen Berufsweltmeisterschaft (IBW) im schweizerischen St. Gallen greifen 14 junge Gesellen und Gesellinnen aus dem Handwerk nach der "Superstar"-Krone. 

Sie gehören zum deutschen Team aus 33 jungen Facharbeiterinnen und Facharbeitern aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung, die vom 19. bis zum 22. Juni 2003 in 31 Wettbewerben an den Start gehen.

 

Die Berufs-Weltmeisterschaft ist der weltweit größte Leistungsvergleich junger Berufstätiger aus der gewerblichen Wirtschaft. Die Konkurrenz besteht in diesem Jahr aus über 750 Jugendlichen aus 37 Ländern, die in über 40 verschiedenen Wettbewerbsberufen gegeneinander antreten. Dabei reicht die Berufspalette vom Fliesenleger, Kfz-Mechaniker und Stuckateur über den Landschaftsgärtner bis zum Webdesigner. In 22 Arbeitsstunden müssen die Teilnehmer eine Arbeitsaufgabe bewältigen, die von internationalen Fachleuten konzipiert wurde. Der Schwierigkeitsgrad liegt deutlich über dem einer Gesellen- bzw. Facharbeiterprüfung in Deutschland.

Die Weltmeisterschaft bietet den jungen Fachkräften die einzigartige Möglichkeit, die Qualität Ihrer Leistung in einem internationalen Umfeld zu demonstrieren und zu messen. Dabei schneiden die jungen Berufstätigen bis 22 Jahre aus Deutschland immer wieder hervorragend ab. Das deutsche Team hat den Titel eines Vizeweltmeisters zu verteidigen, den es vor zwei Jahren in Südkorea hinter dem Gastgeber errungen hat.

So ist denn auch der Wettbewerb zugleich ein Wettstreit der verschiedenen Berufsbildungssysteme weltweit. Hier trifft das in Deutschland praktizierte Duale Berufsbildungssystem auf rein schulische oder im wesentlichen unternehmensspezifische Bildungssysteme.

Dabei setzt das duale System immer wieder Maßstäbe. Die Verknüpfung von schulischer Theorie und betrieblicher Praxis ermöglicht Spitzenleistungen wie sie die deutschen Teilnehmer bei der Berufsweltmeisterschaft unter Beweis stellen. Denn das duale System gewährleistet die unmittelbare Anpassung an wirtschaftliche Entwicklungen und Veränderungen betrieblicher Produktionsverfahren. Deshalb ist dieses Ausbildungssystem auch ein anerkannt geeignetes System für die Zukunft der beruflichen Bildung in einem vereinten Europa. Nicht zuletzt hat eine Expertengruppe der EU-Kommission die Verbindung von praktischer Ausbildung im Betrieb mit theoretischer Ausbildung in der Berufsschule anderen EU-Ländern zur Nachahmung empfohlen.

Aufbauend auf diesen Fundamenten der Berufsbildung im dualen System arbeitet das Handwerk an einer ständigen Modernisierung der Ausbildung, um den Jugendlichen zeitgemäße und attraktive Ausbildungen offerieren zu können. So werden derzeit die Ausbildungsordnungen im Handwerk in großem Umfang modernisiert und auf den neuesten Stand der technischen Entwicklung gebracht. Ab 1. August 2003 treten neue Ausbildungsordnungen in Kraft, so z.B. für die fahrzeugtechnischen und elektrotechnischen Berufe.

Darüber hinaus ist das Handwerk gerade auch für Abiturienten eine Alternative zum Studium, wenn es ihnen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten bietet: Nur im Handwerk kann sich der Lehrling zum Gesellen über den Meister bis hin zum Inhaber eines eigenen Betriebes entwickeln. Eine solche soziale Durchlässigkeit gibt es in keinem anderen Wirtschaftsbereich.

Nach wie vor ist das Handwerk mit rund 528.000 Lehrlingen der größte Ausbilder des Landes. Jeder 10. Beschäftigte in einem Handwerksbetrieb ist ein Lehrling. Damit ist die Ausbildungsquote im Handwerk rund dreimal höher als in den übrigen Wirtschaftsbereichen. Trotz schwieriger konjunktureller Lage bildet das Handwerk weit über den eigenen Bedarf aus und stellt der gesamten Wirtschaft bestens qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung.

Damit leistet es Jahr für Jahr einen überdurchschnittlichen Beitrag für die Qualifizierung junger Frauen und Männer, darunter viele ausländische Jugendliche und leistungsschwächere Schulabgänger. Diese gesellschaftliche Aufgabe zur Ausbildung will das Handwerk auch in Zukunft erfüllen. Dabei setzt das Handwerk auch weiterhin auf durch entsprechende Prüfungen nachgewiesene Spitzenqualifikationen.

 

Termine:

  • 18. Juni 2003 - Eröffnungsfeier in St. Gallen  
  • 19.- 22. Juni 2003 - Wettkampftage in St. Gallen
  • 25. Juni 2003 - Siegerehrung und Schlussfeier St. Gallen
  • 02. September 2003 - Bundeskanzler Schröder ehrt das deutsche
                                       Team in Berlin 

 

 

Folgende Handwerkerinnen und Handwerker vertreten Deutschland bei der 37. Berufsweltmeisterschaft der Jugend in St. Gallen vom 19. bis 22.06.2003:

 

 

  • Fliesenleger Martin Schmalhorst, Firma Michael Venner, FV-Fliesen-Verlege-GmbH, 33415 Verl  
     
  • Karosserie- und Fahrzeugbauer Markus Mrotzek, Helmut Kaftan c/o DaimlerChrysler AG, 60488 Frankfurt/Main  
     
  • Sanitärinstallateur Sebastian Braun, Dieter Braun, Gas- und Wasserinstallateurmeister, 02797 Lückendorf  
     
  • Maurer Mathias Galle, Klein Ströbitzer Str. 24, 3046 Cottbus  
     
  • Steinmetz Jens Kirschke, Tobias Neuert, 09633 Halsbrücke  
  • Maler/-in und Lackierer Marc Julian Wamser, Bernhard Wamser GmbH, 82049 Pullach  
     
  • Stuckateur Oliver Braun, Stuckateurmeisterbetrieb Bernhard Braun, 66793 Saarwellingen  
     
  • Möbeltischler Bastian Meier, Tischlerei Heinz Hamacher, 53894 Mechernich  
     
  • Bautischler Detlef Albat, Tischlerei Dieter Lehmann, 36214 Nentershausen  
     
  • Zimmerer Jochen Ströhle, Firma Holzbau Heinz Windmüller, 89191 Nellingen  
     
  • Friseur Boris Gassert, Salon Herbert Gassert, 74821 Mosbach  
     
  • Konditorin Janina Kupfer, Cafe Mäser & Luksch, 92131 Gauting  
     
  • Kraftfahrzeugmechaniker Stephan Paschke, Otto Glöckler, VW-Zentrum, 60326 Frankfurt/Main  
     
  • Kälteanlagenbauer Bernhard Bauer, Denzer Kälteanlagenbau GdbR, 54516 Wittlich (Bombogen) 

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