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Deutscher Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (DQR)
Die Annahme eines Europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (EQR) durch die EU-Bildungsminister im April 2008 bedingt die Entwicklung eines bildungsbereichübergreifenden Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (DQR). In diesem sollen sämtliche formalen Qualifikationen, die an Schulen, in der beruflichen Bildung oder an Hochschulen erworben worden sind, einer achtstufigen Skala zugeordnet werden. Auf diese Weise sollen Bildungsgänge und -abschlüsse aus Deutschland europaweit verständlicher werden, damit Lernende und Beschäftigte, die einen Bildungsgang oder eine Arbeitsstelle im Ausland aufnehmen bzw. antreten möchten, ihr Qualifikationsniveau besser darstellen können. Der DQR ist somit ein Informationsinstrument, das in erster Linie Angebot und Nachfrage auf dem europäischen Arbeitsmarkt besser zusammenbringen soll.
Nach einer ersten Erprobungsphase wurde im November 2010 wurde ein abgestimmter Vorschlag für einen Deutschen Qualifikationsrahmen (Einführungstext, Matrix, Glossar) verabschiedet. Ende Januar 2012 wurde zwischen der Bundesregierung, der Kultusministerkonferenz und der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder, den Sozialpartnern und Wirtschaftsorganisationen ein Kompromiss bezüglich strittiger Zuordnungsvorschlägen von allgemeinbildenden und beruflichen Qualifikationen zu den verschiedenen Niveaustufen des DQR gefunden. Demnach werden allgemeinbildende Schulabschlüsse, darunter auch die Allgemeine Hochschulreife, vorerst nicht im DQR berücksichtigt! Nach einer fünfjährigen Evaluationsphase sollen sämtliche Zuordnungen erneut beraten und gemeinsam entschieden werden.

