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Zusatzqualifikationen und duale Studiengänge im Handwerk

Zum dritten Mal nach 2006 und 2007 hat AusbildungPlus seine Daten speziell für das Handwerk ausgewertet. Die Auswertung ist Teil des Jahresberichts 2009 (Download). Die Ergebnisse belegen, welche Bedeutung Zusatzqualifikationen – hier sind allerdings nicht die seit 2005 in § 49 BBiG geregelten gesetzlichen Zusatzqualifikationen gemeint – und duale Studiengänge für das Handwerk bereits haben. Handwerksbetriebe sollten diese Modelle für die Rekrutierung angehender Nachwuchskräfte jedoch insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels noch stärker nutzen.

Zusatzqualifikationen im Handwerk

Auszubildenden im Handwerk stehen bundesweit fast 2.000 Zusatzqualifikationen offen. 139 davon knüpfen ausschließlich an Handwerksberufe an, viele sind sogar speziell auf einen einzigen Ausbildungsberuf hin konzipiert, zum Beispiel Fachenglisch für Augenoptiker, Kreative Gestaltung im Malerhandwerk, Fachhochschulreife für Metallbauer oder spezielle Friseurseminare. 60 dieser 139 Modelle werden von den Ausbildungsbetrieben selbst angeboten, die meisten anderen von Handwerkskammern oder Berufsschulen. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt im Bereich der Körperpflege, doch auch das Bauhandwerk hat einen hohen zusätzlichen Qualifikationsbedarf. Die mit Abstand meisten handwerklichen Zusatzqualifikationen werden in den Bundesländern Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen angeboten.

Duale Studiengänge im Handwerk

Die Popularität dualer Studiengänge ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen, mittlerweile werden in Deutschland über 700 Modelle angeboten. Zurzeit werden drei duale Studiengänge ausschließlich für Auszubildende des Handwerks angeboten: Augenoptik (FH Braunschweig), Maschinenbau (FH Augsburg) und Handwerk (Duale Hochschule Stuttgart). Weitere 448 duale Studiengänge stehen auch für Handwerksauszubildende offen. Die inhaltlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften. Die meisten Modelle werden in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen angeboten.

Betriebe können Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikation und duale Studiengänge kostenlos bei AusbildungPlus einstellen.

Das Internet-Portal  www.ausbildungplus.de informiert seit 2001 über Zusatzqualifikationen in der dualen Ausbildung und ausbildungsintegrierte duale Studiengänge. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat es 2007 vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) übernommen. Kernstück von AusbildungPlus ist eine umfangreiche, bundesweite und kostenlos nutzbare Datenbank. Die einzelnen Datenbankeinträge sind durch eine nutzerfreundliche Suchmaske abrufbar und geben ausführlich über Inhalte, Organisation, Ablauf und Bewerbungsformalitäten der einzelnen Modelle Auskunft. Außerdem werden – soweit bekannt – sämtliche beteiligten Ausbildungsbetriebe und Bildungseinrichtungen mit den dazugehörigen Kontaktdaten aufgeführt.


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Ihr Ansprechpartner

Hendrik Voß
Berufliche Bildung
Tel. :030 20619-307
Fax: 030 2061959-307
 voss@zdh.de

 

 
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