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Fit für den Beruf

Neue Initiative "VerA" verhindert Ausbildungsabbrüche

In Deutschland bricht jeder fünfte Auszubildende schon im ersten Lehrjahr die Ausbildung ab – gleichzeitig klagen viele Unternehmen über einen Mangel an Fachkräften. Im Jahr 2006 brachen deutschlandweit mehr als 119.000 Jugendliche ihre Ausbildung ab – davon im Handwerk fast 42.000!

Gründe dafür, dass Jugendliche das Handtuch werfen, gibt es viele: Häufig sind es Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, in der Berufschule oder im persönlichen Umfeld, die eine erfolgreiche Ausbildung verhindern. Oder die Motivation ist zu gering, die Angst vor Prüfungen zu groß, der Beruf falsch gewählt.

Hier hilft „VerA“ - eine Initiative, die der Senior Experten Service (SES) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem Deutschen Handwerkskammertag (DHKT) und den anderen Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft ins Leben gerufen hat. Mit einer geplanten Laufzeit bis Ende 2011 startete VerA zunächst in den Modellregionen München und Dresden, und wird nun auch in Berlin, Braunschweig, Dortmund, Erfurt, Hamburg, Hannover und im Rhein-Main-Gebiet angeboten. Ein weiterer steter Ausbau ist deutschlandweit in Vorbereitung.

„VerA“ ist die Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung durch SES-Ausbildungsbegleiter. Dabei stehen ehrenamtliche Senior Expertinnen und Senior Experten, lebens- und berufserfahrene Fachkräfte, den Jugendlichen unabhängig mit Rat und Tat zur Seite – und machen sie fit für den Beruf.

Wie funktioniert „VerA“? Die Auszubildenden selbst, Betriebe oder Berufsschulen sowie alle an der Ausbildung Beteiligten und Personen aus dem Umfeld können sich an den an den SES wenden. Dann wird ein passender SES-Ausbildungsbegleiter gesucht.

Die Senior Expertin oder der Senior Experte ermitteln zusammen mit dem Jugendlichen, wo es hakt. Sie finden Lösungen für bessere Lernmotivation, zur Förderung von sozialen Kompetenzen und Bewältigung von Problemen. Der SES-Ausbildungsbegleiter hilft bei der Vorbereitung auf Prüfungen und beim Ausgleich sprachlicher Defizite. Auch hier gilt das bewährte SES-Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Begleitung der Jugendlichen wird vom SES mit den Ausbildungsberaterinnen und -beratern der zuständigen Kammern abgestimmt. Für jede Region beruft der SES einen Regionalkoordinator – in vielen Fällen einen ehemaligen Kammergeschäftsführer/-mitarbeiter. Er ist das Bindeglied zwischen Kammer und SES auf regionaler Ebene. Ob durch den Senior Experten eine Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Ausbildungsbetrieb vorgenommen werden soll, hängt vom Einzelfall ab und ist mit dem zuständigen Regionalkoordinator abzustimmen. Grundsätzlich geht es darum, für den jungen Menschen da zu sein und ihn in seiner Ausbildung zu begleiten.

Die Unterstützung durch die Senior Experten ist für den Auszubildenden kostenfrei. Sie ist zunächst auf maximal ein Jahr begrenzt, kann aber bis zum Ende der Ausbildung verlängert werden.

Anforderungsformulare können im Internet unter  www.vera.ses-bonn.de abgerufen oder direkt beim SES unter  vera@ses-bonn.de angefordert werden.

 

Der SES hat gemeinsam mit dem Deutschen Handwerkskammertag (DHKT), dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und dem Bundesverband der Freien Berufe (BFB) eine Initiative gegen Ausbildungsabbrüche entwickelt: „VerA“ (Verhinderung von Abbrüchen und Stärkung von Jugendlichen in der Berufsausbildung durch SES-Ausbildungsbegleiter). Die Durchführung erfolgt in enger Abstimmung mit den regionalen Kammern. VerA wird als JOBSTARTER-Initiative vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

 

Ansprechpartner / Koordinatorinnen Initiative VerA:
Astrid Kloos / Nora Ludwig, Tel.: 0228-26090 -40/ -156, Email: vera@ses-bonn.de


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